If you’ve been hurt by anything.

28.04.09 | Allgemein | 2 Kommentare »

Perfect. 1-800-Lawyers.


Oliver Laric: Versions.

27.04.09 | Allgemein | Kommentare deaktiviert

versions

Oliver Laric, “Versions“, 2009.

(via Helge)

Update: Fuck comment spammers. comments closed.


Every Picture Tells a Story #6

23.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

chandrashekhar

The Communist Party of India (Marxist-Leninist) is the highest political organisation of the Indian proletariat fighting for realising its supreme class mission. It comprises the advanced detachments of the people and serves as the core of leadership of the people of all nationalities in India in their struggle against feudal remnants, big capital and imperialism. Quelle: http://www.cpiml.org/


Jesus loves little stereotyped, Racist, Puppet Children

22.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

Hey, Ghetto-Crack-Nigger-Kid: Jesus ist auch down mit Dir!


Mach Dich grade! Rocker.

22.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

Bitte bis morgen komplett auswendig lernen und danach konsequent anwenden. Zum Beispiel auf der kommenden ADC-Party.

(Alles über den Kultfilm von 1972 gibt’s zum Beispiel hier: www.rocker-film.de)


Run, Devil, Run: K & K Mime Ministry

22.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

kkmime

(Tipp: unbedingt das Intro anschauen!)

Pantomime ist vermutlich das Überflüssigste, was Kleinkunst (file under: generell nutzlos) bisher hervorgebracht hat. In einer Welt, die ohnehin schon unter debilen Einradfahrern, Feuerspuckern und Jongleuren zu leiden hat, sind Pantomimen die menschliche Entsprechung der Großstadttaube: Penetrant und zu nichts nutze. Kommt dann noch dieser zaubrischer, ja, clownesquer Humor hinzu, träume ich von Drive-By-Shootings. Denn obschon Grimasseschneiden, Nachäffen und den Hut mit tragisch-komischer Gestik vor die Brust zu halten für schlichte Gemüter sehr amüsant sein mag – für mich ist das ungefähr so unterhaltsam wie ein Gespräch mit Marktforschern.  

Kurz: Pantomimen abschaffen, bitte.

Es sei denn, es handelt sich um  K & K Mime Ministry. Denn Keith und Karl Edmonds aus Pittsburgh, Pennsylvania, haben das Genre der Pantomime um eine entscheidende Facette bereichert: Den Gottesdienst. 

Keith and Karl Edmonds, K & K Mime Ministry, are considered the pioneering father’s of today’s Gospel mime ministry. Though it may be non-traditional, mime is far from uncommon. There are youths and adults across America and in Japan, Canada, Jamaica, Korea, and the list goes on, who confirm that they have begun to mime as a result of the anointing and inspiration of K & K Mime Ministry. Quelle: K & K Mime Website

Fantastisch. Alpträume included.


Return to Vermilion Sands – zum Tode von J. G. Ballard.

21.04.09 | Allgemein | 6 Kommentare »

 

jg_ballard_cages

 

Ich fürchte, Szenarien wie in Crash und High-Rise sind beinahe schon gegenwärtig. Zwar nicht als offensichtliche Gewaltausbrüche wie in der Literatur, aber als unterschwellige Aggression. Die Leute werden weiterhin morgens aufstehen, ins Auto steigen und ins Büro fahren – aber in ihren Köpfen geht etwas Gefährliches vor sich. Denn sie leiden unter der bürgerlichen Langeweile. Nichts passiert. Quelle: Interview mit der Zeit, 2005 

Ich habe erst heute morgen (und somit vermutlich als Letzter) erfahren, dass der Schriftsteller James Graham Ballard am 19.04. verstorben ist. Und obgleich sein Ableben angesichts seines Alters uns seines Gesundheitszustandes (Krebs) abzusehen war, ist der Verlust für mich, dem sonst vieles ziemlich egal ist, wirklich schrecklich. 

Ballard war einer der wenigen Schriftsteller, die für mich so prägend waren, dass ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich ohne ihre Bücher eine deutlich andere Richtung eingeschlagen hätte. Er steht für mich damit in einer Reihe mit Philip K. Dick, John Brunner und William S. Burroughs. Denn wie die Vorgenannten, hatte auch der Erfinder von Vermilion Sands einen nicht unerheblichen Anteil an der Entwicklung meines Denkens und meines Anspruchs an eine Weltbeschreibung – und das ausgerechnet aus einer literarischen Gattung heraus, die heute als marginalisiert gilt.

Science-Fiction in seiner literarischen, nicht per Popcorn-Kino zugänglichen Form, hat hierzulande seit vielen Jahren einen schweren Stand. In Deutschland gibt es nur noch zwei große Verlage, die überhaupt noch Science-Fiction veröffentlichen (Heyne und Bastei-Lübbe), nicht selten in Form von auf mehreren Teilen angelegten Space-Operas von zweifelhafter Qualität. Die echten Perlen sind rar geworden: Zu nennen wären da vielleicht noch Charles Stross, William Gibson, Bruce Sterling und Robert Charles Wilson. Mit Abstrichen sicher auch Peter Watts und Dan Simmons. Kein Vergleich zu der Vielfalt der 70er und 80er Jahre.

Zwar gibt es heute selbstverständlich einen umtriebigen Underground mit eigenen Kleinstverlagen, Fanzines und Conventions, und international sieht es für das Genre auch nicht ganz so düster aus wie in Deutschland (Tor Books z.B. ist nicht gerade klein) – aber den Einfluss, den Science-Fiction auch in gesellschaftlichen Diskursen immer wieder seit Ende der sechziger Jahre bis in die Achtziger hinein hatte, wird dieses Genre sobald wohl nicht mehr erlangen. Auch wenn man angesichts der Medien-Präsenz von Cory Doctorow etwas anderes glauben möchte.Und das ist tragisch. 

Denn Science-Fiction ist nur im schlimmsten Falle Hau-Drauf-Military-Warhammer-Mist (und damit leider durchaus erfolgreich). Im besten Fall ist es Ideenliteratur, deren einmalige Chance  das Ignorieren von Limitierungen unserer realen Welt ist. Mehr noch: Als per se fantastisches Genre kann sich Science-Fiction Plots erlauben, die selbst einer alten Geschichte eine ungewohnte und damit erhellende Sichtweise abringen. Alleine, das Leitmedium hat sich gewandelt.

Waren es früher Romane und Kurzgeschichten die dank ihrer Textlichkeit und dem Zwang zur Nicht-Abbildung mehr Spielraum für Projektion, Interpretation und nicht-lineare Erzählweisen boten und sich damit nicht an Formatschranken gebunden fühlen mussten, findet Science-Fiction heute vornehmlich im Bewegtbild statt. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Welche Bedeutung exzellente Science-Fiction erlangen kann, wenn sie nur will, kann man schließlich durchaus auf dem Flatscreen erleben: In TV-Shows wie Battlestar Galactica zum Beispiel, der zweifellos besten fiktionalen Serie, die jemals auf Sendung gegangen ist.

Aber so beeindruckend dort auch Charakterdarsteller agieren mögen, so gigantisch Bilder funktionieren, wenn die Production Values stimmen – am Anfang steht immer eine Geschichte. Mit ihr steht und fällt alles. Und Ballard konnte Geschichten erzählen.

Vor allem solche, die bis heute alles andere als leicht verdaulich sind und den Leser, wenn er es denn zulässt, häufiger ratlos zurücklassen, als es eine Fernsehserie vermag. Insbesondere Ballards dystopische Kurzgeschichten, die im ausgedachten Ort Vermilion Sands spielen, zählen zu dem besten, was gesellschaftskritische Literatur hervorgebracht hat. Gewalt, Umweltzerstörung, Entfremdung und das allgemeine Unbehagen angesichts einer scheinbar funktionierenden, aber im noch versteckten Kern zutiefst gestörten Zivilisation sind hier bereits angelegt und waren schließlich die immer wiederkehrenden Themen, die kaum jemand so subtil transportierte, wie eben J. G. Ballard.

Alleine, heute liest kaum noch jemand Kurzgeschichten. Und so war es eine echte Überraschung für mich, als sich der Heyne Verlag vor zwei Jahren dazu entschlossen hat, Ballards Kurzgeschichten wieder zugänglich zu machen. Und auch wenn die in den beiden Bänden “Die Stimmen der Zeit” und “Vom Leben und Tod Gottes” enthaltenen Geschichten teilweise stark gekürzt wurden, so entfalten sie noch immer eine gehörige Wucht und damit ihr intendiertes Störpotenzial. 

Wer Romane wie “The Wind From Nowhere”, “Crash” oder “The Crystal World” gelesen hat, wird bestätigen können, dass die konstante Beunruhigung, die Ballards Zeilen ausstrahlen, zeitlos ist. Und auch, wenn ich Cronenbergs “Crash”-Verfilmung zu flach fand – die Romanvorlage schimmert noch durch und lässt erahnen, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Bei Ballard ging es nicht um Raumgefechte oder Alien-Invasionen, sondern um die literarische Beschreibung einer sich selbst entfremdeten, sich fortlaufend verändernden Gesellschaft, die auf eine Katastrophe zuläuft, deren Auswirkungen sich zuerst im Menschen und seinem Verhältnis zur Umwelt manifestieren.

Anders als etwa John Brunner in “The Sheep Look Up” oder “Stand on Sanzibar”, ging es bei Ballard nie um die die realistische Beschreibung von Umweltzerstörung oder um die drastische Schilderung von Krieg, sondern um die sehr genaue Beobachtung menschlicher Entwicklung und ihrer Widerspiegelung in fantastischen Settings. Am ehesten ist dies sicherlich in dem Schlüsselwerk der New Wave of Science Fiction “The Crystal World” zu finden. Hier entsteht durch den Einbruch einer kaum fassbaren Katastrophe, die rätselhafte Kristallisierung der Welt, eine Stimmung die Jahrzehnte später in die Literatur reüssierte und von Bruce Sterling “Slipstream” getauft wurde:

“[...] this is a kind of writing which simply makes you feel very strange; the way that living in the twentieth century makes you feel, if you are a person of a certain sensibility.” Quelle: Eff.org

Eine anderer Name für diesen Slipstream ist auch Magischer Realismus. Etwas, das man heute noch in etwas schwülstiger Form bei Haruki Murakami finden kann. Ohne Ballard ebenfalls kaum denkbar.

Die Bedeutung von “The Crystal World” für das Genre Science-Fiction kann kaum überbewertet werden. Letztendlich fand es erst mit “Spin” von Robert Charles Wilson seinen zeitgenössischen Widerhall.

Ohne die Kenntnis des Werkes von J. G. Ballard ist es schlicht nicht möglich, zeitgenössische fiktionale Literatur mit katastrophalen Bezügen richtig einzuordnen. Nicht umsonst ist der Begriff “Ballardian” in das Collins English Dictionary eingegangen und beschreibt damit recht präzise, worum es in den Texten von Ballard ging

[…] dystopian modernity, bleak man-made landscapes and the psychological effects of technological, social or environmental developments” […] 

Mit J. G. Ballard haben wir einen der klügsten und nachdenklichsten, zeitgenössischen Schriftsteller verloren, der bei allem Realitätssinn, bei aller Scharfsichtigkeit mit Blick auf die herrschenden Verhältnisse niemals in Zynismus versunken ist.

Ich bin sehr traurig. Und das bin ich selten.

Lesenswerte Nachrufe:

Nachruf auf Ballardian.com

Nachruf auf Spiegel-Online

Nachruf bei The Register 

Nachruf seines Freundes Michael Moorcock


Takeshi Kawano

20.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

kawanotakeshi

Fabrica features
Cation for global warming
Client : Fabrica


Every Picture Tells a Story #5

16.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

matthoyle

Photographer: Matt Hoyle, New York.

Matt’s style is described as hyper-real because of the unique “grade” he applies to each image – similar to the post production treatment of a TVC or film […] Before professional photography, Matt was a Creative Director in Advertising and lead creative departments at agencies like McCann Erickson, Ogilvy and Y&R.  


Let’s party like it’s 1999 again.

16.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

Only two weeks to go! BTW. for all the kids out there: That’s Atari Teenage Riot (english wikipedia/german wikipedia) on the truck. These guys were actually never really cool, but at least they didn’t care about anything at all. Here’re some tunes on lastfm

via Phil of Remembrance Daze, on Facebook.


Reborn.

16.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

fuckedupandcreepy

fuckedupandcreepy2

fuckedupandcreepy3

These babies are for MATURE collectors of all ages. They are to be treated with great care and will last a lifetime. […] Please click this link to see the babies that are available for adoption. I have just added new babies!!  http://junebirdnursery.googlepages.com/babiesforadoption

Ein Stück heile Welt @ Junebird Nursery


Moon with Sam Rockwell

15.04.09 | Allgemein | 1 Kommentar »

moonmovieposter

Bestes Film-Plakat seit langem: “Moon”:

Astronaut Sam Bell has a quintessentially personal encounter toward the end of his three-year stint on the Moon […]  Quelle: IMDb

Moon mit Sam Rockwell verspricht, nach langer cineastischer Durststrecke, endlich wieder ein herausragender Hard Sci-Fi-Film zu sein, dessen Hauptaugenmerk auf der Geschichte liegt und nicht auf den Special Effects. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Trailer ist klasse und lässt hoffen. Mal abgesehen von dem ebenfalls sehr schönen Soundtrack.

(via Hope/Glory)


Lutsch dran. Still Life by Massimo Gammacurta.

08.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

lutschdran

Massimo Gammacurta


Zoya Kireyeva: “Foolish Girl”

08.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

The film is about child love. I have not seen anything similar in animation. And even in cinema it is very difficult to find… You see, there’s a girl there who’s trying to attract the attention of a boy. But she’s still she’s a girl, she doesn’t know how. She makes faces in front of him, she turns over a bowl of soup in front of him, she simply behaves disreputably to attract attention to herself. But it attracts the attention of the educator, who begins to scold her, and tell her that she’s behaving badly… 

Zoya Kireyeva auf animator.ru


Ben Butler

06.04.09 | Allgemein | 1 Kommentar »

butler_furrow

Ben Butler: “Furrow” (dt. Furche/Rille), rotes und gelbes Zedernholz, 44″ x 74″ x 7″


Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Manning the barricades.

03.04.09 | Allgemein | 2 Kommentare »

map

 

So far, only two governments have fallen as a result of the crisis and associated  unrest (in Iceland and Latvia), and it can be argued that this may not even be undesirable – although bringing down governments through extraparliamentary action is hardly consistent with a sound democracy –particularly  if accompanied by violence. However, as the economic crisis worsens, some incidents will transform into far more intense and long-lasting events: armed rebellions, military coups, civil conflicts and perhaps even wars between states.

Aus: “Manning the barricades. Who’s at risk as deepening economic distress foments social unrest”, The Economist Intelligence Unit 

Die Economist Intelligence Unit (EIU), zur Economist Group gehörend, ist einer der führenden Think-Tanks und berät große Unternehmen und Regierungen in zentralen (makro-)ökonomischen und politischen Fragen, sowie in der Risikoeinschätzung. In dem Ende März erschienen, frei verfügbaren Report “Manning the barricades” (PDF, 1.3 MB) untersucht die EIU die Risiken von Aufstände und anderen politischen und militärischen Konflikten vor dem Hintergrund der gerade stattfindenen Systemkrise. Sehr interessant: Die Aufschlüsselung möglicher Krisenherde auf der Welt.


Danke für alles. 60 Jahre Nato.

03.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »


Es raschelt: Nick Caves klingende, singende Klanganzüge.

03.04.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

nickcavesuit

Aus der Biographie (The School of the Art Institute of Chicago):

African ceremonial costumes and mask are obvious points of reference. Many of my soundsuits and accessories recall the African positing of spiritual power in objects. My ability to make to make objects come alive is also a testament to my ability to have things resonate with their past history and usages alongside my personal though usually opaque meanings. I want my work to open up vistas to many cultures (including our own), explores a wide range of materials and formal approached, and looks inwardly as it examines personal and cultural identity in relation to the world.

Weitere Soundsuits und andere Objekte von Nick Cave  gibt es auf der Website der Jack Shainman Gallery.

Soundsuits in Action:


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