Umi.

28.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

littleumiadg2copy


Leading.

28.09.09 | Allgemein | 1 Kommentar »

Nigeria-hyenas-and-baboons


Getting Things done.

28.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »


Are you free, are your really free?

27.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

Roman P.


All the leaves are brown.

23.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

daddydaughter


Ungültig.

23.09.09 | Allgemein | 3 Kommentare »

91_paschke

Aufmerksame Leser der Tageszeitung “Die Welt”, von denen ich hier natürlich sehr viele vermute, werden vielleicht auf den Artikel “Immer mehr Deutsche wählen ungültig“ gestoßen sein, in dem, neben anderen, auch ich namentlich zitiert werde. Darin heißt es:

“Nicht zur Wahl zu gehen kann als Faulheit missverstanden werden. Ungültig zu stimmen hingegen ist ein politischer Akt: die offene Ablehnung einer Farce”, sagt etwa Fabian Sax, der in Berlin als Werbetexter arbeitet. Er wolle sich an etwas beteiligen, von dem er sich sonst lieber fernhalte.

Nun ja, das ist dann doch etwas verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen und zumindest im Schlußsatz “Er wolle sich an etwas beteiligen, von dem er sich sonst lieber fernhalte” schlicht ungültig. Da ich mir meiner Verantwortung, nicht nur gegenüber dieser Welt, bewusst bin, folgt hier nun der Original-Text, den ich als Quellmaterial dem Redakteur Philip Kuhn zur Verfügung gestellt habe.

Fabian Sax, www.thiswasteland.org

Warum ich ungültig wähle?
Weil ich keine andere Wahl habe.
Wen soll ich wählen, wenn mich niemand vertritt?

Erich Mühsam hat es so gesagt: “Ob und wen alle diejenigen wählen, die im Prinzip mit der geltenden Staatsordnung einverstanden sind, scheint mir sehr wenig belangvoll.¹” Ich bin mit der geltenden Staatsordnung eben ganz und gar nicht einverstanden. Nicht damit, dass wir in einem profitorientierten System leben (von dem ich sehr wohl auch profitiere), nicht damit, dass politische Auseinandersetzungen ausschließlich über Nebenschauplätze geführt werden, nicht damit, dass wir z.B. in ökologischen Fragen zum Zwangskonses verdonnert sind, nicht damit, dass Agrar-Subventionen und Arbeitsplätze in der Automobilindustrie wichtig sein sollen, auch wenn wir damit den Planeten ruinieren. Nicht damit, dass ich mich alle vier Jahre einen Tag lang symbolisch an etwas beteiligen soll, von dem ich mich an den 1459 anderen Tagen am besten fernhalte.

Nicht zur Wahl zu gehen, kann als Faulheit missverstanden werden. Ungültig zu stimmen hingegen ist ein politischer Akt: Die offene Ablehnung einer Farce.

Fabian Sax, www.thiswasteland.org

¹ nachzulesen zum Beispiel hier: www.anarchismus.at/txt4/muehsam14.htm

(Disclaimer: Nein, ich glaube nicht, dass Herr Kuhn mutwillig sinnentstellend gearbeitet hat. Es gibt in Dead-Tree-Medien eben Längenvorgaben und Re(d)aktionsschluss.)


Haha, totes Tier.

22.09.09 | Allgemein | 4 Kommentare »

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Wenn Leichen abgebildet werden, reagieren Menschen sehr unterschiedlich. Generell lässt sich jedoch feststellen, dass der Anblick eines toten Menschen andere Reaktionen hervorruft, als der Anblick eines toten nicht-menschlichen Tieres. Diese Prämisse gilt vor allem dann, wenn die Todesumstände nicht allzu deutlich sichtbar sind. Es gibt vermutlich nur wenig Menschen, die der Anblick einer Pelztierfarm oder eines nicht ganz so klinisch sauberen Schlachthofes kalt ließe.

Zur Bewertung einer Situation und zur Hervorbringung von Empathie spielen also Setting und Kontext eine zentrale Rolle. Ferner, ob die dargestellte Leiche uns nahe oder fremd ist, ob sie, wenn sie ein nicht-menschliches Tier ist, zu den uns vertrauten oder unvertrauten Arten gehört und ob der Tod gewöhnlich (Schnitzelproduktion) oder ungewöhnlich (Roadkill) ist. Unser Verhältnis zu der uns umgebenden Welt ist geprägt von systematischer Einsortierung, Filterung – und Abgrenzung.

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Indem wir uns gezielt von etwas abgrenzen, geben wir uns selbst eine herausgehobene Bedeutung und nehmen einen spezifischen Bezugspunkt ein, der als allgemeingültige Referenz dienen kann. Es ist dabei vollkommen irrelevant, ob diese Abgrenzung gleich auf mehreren Ebenen (philosophisch, entwicklungsbiologisch usw.) unsinnig ist oder nicht – was zählt, ist der Konsens. Und der Konsens (als angenommener gemeinsamer Nenner einer größeren Anzahl von Menschen) besteht gegenwärtig auf der Überzeugung, dass es einen Unterschied zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren gibt und dass dieser Unterschied so gravierend ist, dass wir unser Verhalten gegenüber Lebewesen daran festmachen können und müssen, ob sie uns ebenbürtig sind oder nicht. Gorillas im Nebel zu killen, ist also irgendwie nicht okay.
(Aber immernoch okayer, als den nervenden Nachbarn zu himmeln).

Diese Abgrenzungsbestrebungen sind nicht natürlich in uns eingebaut, sondern sind Produkt unserer Sozialisierung. Und die wiederum ist Produkt des Systems in das wir hineingeboren werden. Die Tatsache, dass wir diese Unterscheidung nicht fundamental in Frage stellen, zeigt uns, dass die Differenzierung von Mensch/Tier/Natur/Pflanzen usw. eine bestimmte Funktion erfüllt und eine erfolgreiche Strategie darstellt.

Das wird umso deutlicher, wenn man sich vor Augen führt, wem diese Abgrenzung nützt: Indem wir uns von nicht-menschlichen Tieren abgrenzen, und mit dieser Abgrenzung eine unterschiedliche Wertigkeit implizieren, sind wir in der Lage, unsere Empathie zu richten und funktional zu dosieren. Als normal gilt, wer den Tod eines fremden Kindes mehr betrauert, als den Tod eines fremden Tieres. Handelt es sich um ein Lebewesen aus dem direkten Umfeld, so wird geringfügiges Trauern zugestanden – nicht umsonst gibt es Tierfriedhöfe und eine etwas bizarre Industrie von professionellen Ausstopfern.

Allein, die Trauer um ein uns nahestehendes Tier ist wiederum auf bestimmte Arten beschränkt: Hund, Katze, Pferd, Vogel und niedliches Nagegetier dürfen auf jeden Fall öffentlich betrauert werden, ohne dafür ins gesellschaftliche Abseits gedrängt zu werden. Eingeschränkt gilt dies noch für Reptilien und eventuell größere, von manchen als exotisch bezeichnete Amphibien.

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Aber niemand beweint eine Forelle.

Kinder, denen wir ihrerseits spezifische Freiräume zugestehen und bestimmte Rollen zuweisen, haben erweiterte Trauerrechte und dürfen auch noch über Schnecke, Spinne und Goldfisch weinen – aber nur bis zu einem bestimmten Alter. Danach gelten sie als erwachsen genug, um endlich einzusehen, dass ein gewaltiger Unterschied zwischen der Stabheuschrecke und der Nachbarskatze besteht.

Durch diese Klassifizierung fällt es uns vergleichsweise leicht, Schwein, Huhn und Kuh systematisch umzubringen und aufzuessen. Sie ermöglicht uns sogar die Zurschaustellung quasi-archaischer Leistungsfähigkeit anhand ansich barbarischer Akte (großer Fisch an der Angel = großer Mann = gleich Ficki-Ficki).

Diese Abgrenzung erlaubt es uns außerdem, naturbelassene Refugien gegen ökonomische Verwertbarkeit abzuwägen. Indem wir Natur nicht zum Selbstzweck Natur sein lassen, stellen wir uns selbst einen Freibrief zur Ausbeutung aus. Der Grund ist immer anthropozentrisch verstehbar: Rohstoffgewinnung um unsere Autos und Computerzu betreiben, industrielle Nahrungsmittel(über-)produktion um das substanzielle Ungleichgewicht zwischen den Erdteilen aufrecht zu erhalten, Wälderrodung, um Platz für Rinder und Holz für Büromöbel zu schaffen.

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Diese Abgrenzung im großen Stil aufzulösen oder zumindest aktiv zu bekämpfen, ist freilich systemdestabilisierend. Das bloße Hinterfragen der Grundidee, dass der Mensch die Krone einer Schöpfung sei und als solche zu Recht gewisse Privilegien genießt, gilt nicht nur unter gläubigen Monotheisten als Affront. Es bedeutet in letzter Konsequenz ganz einfach, die Frage nach dem Vorrecht einer Spezies neu zu beantworten und den Gewaltbegriff neu zu definieren. Denn würden wir die Beantwortung an objektivierbare Bewertungskriterien knüpfen, z.B. Ressourcenverbrauch, Nachhhaltigkeit, symbiotische Qualität, Schaden/Nutzen-Quote usw., würden wir rasch festellen, dass wir ein paar Milliarden Menschen zu viel sind. Und das ganz ohne Bäume zu umarmen, sich in Natur-Esoterik zu flüchten oder die Moralkeule zu schwingen. Die schlimme Erkenntnis:

Menschen sind aus ganz rationalen Gründen Scheiße.

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Sunset On A Wall.

18.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

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Hollis Brown Thornton


Madison.

17.09.09 | Allgemein | 1 Kommentar »


Happy Birthday.

11.09.09 | Allgemein | 4 Kommentare »

911_was_a_joke_in_yo_town


So nicht.

08.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »



Defensive Protective Security Services.

04.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

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Californication.

03.09.09 | Allgemein | 1 Kommentar »


2009.

03.09.09 | Allgemein | 1 Kommentar »

2009


Break. Broke. Broken.

02.09.09 | Allgemein | Keine Kommentare »

Break Up Day from Dynasty Handbag on YouTube.

Pictureplane – Gothstar from Sterling Crispin on Vimeo.


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